Tarifzoneneinteilungen bei der Wohngebäudeversicherung

ZÜRS kompakt:

  • ZÜRS ist ein Geoinformationssystem zur Einschätzung von Naturgefahren (Hochwasser- und Umweltgefährdung) welches vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Jahr 2001 entwickelt wurde.

Alle Versicherungsgesellschaften klassifizieren ihre Risiken.

Dies gilt auch bei der Wohngebäudeversicherung.
Hier geschieht das zusätzlich mit Hilfe von ZÜRS (Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen) wobei die Risiken vom Gebäudestandort abhängen.

ZÜRS dient der genauen Einschätzung von Überschwemmungsrisiken wobei die Risiken Rückstau sowie Starkregen deutschlandweit einheitlich bewertet werden. Es handelt sich somit um Gefährdungsklassen, bei denen das Hochwasserrisiko hinsichtlich der Häufigkeit auf Jahresbasis darstellt wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Überschwemmungsdaten der Wasserämter.

ZÜRS kennt dabei folgende Gefährdungsklassen (GK):

GK4 Gefährdungsklasse 4 statistisch 1-mal in 10 Jahren ein Hochwasser
GK3 Gefährdungsklasse 3 statistisch 1-mal in 10-50 Jahren ein Hochwasser
GK2 Gefährdungsklasse 2 statistisch 1-mal in 50-200 Jahren ein Hochwasser
GK1 Gefährdungsklasse 1 statistisch seltener als einmal alle 200 Jahre ein Hochwasser

ZÜRS wird weiterentwickelt. Der Hauptvorteil liegt darin, dass im erweiterten Elementarschadenbereich der Wohngebäudeversicherung Gebäude heute versichert werden, die in der Vergangenheit auf Grund von pauschal deklarierten Gefährdungsgebieten nicht versichert werden konnten.

Nur für Eigentümer in den kaum versicherbaren Gebieten der Klassen 3 und 4 bleibt es nach wie vor schwierig. Es sei jedoch gesagt, dass nur ein geringer Prozentsatz aller Objekte im Bundesgebiet in diesen Klassen liegt.